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eſſe für den Kranken ſelber. Dieſe beiden Män⸗ im gewöhnlichen Leben wohl niemals einan⸗ nmen wären, ſo oft ſie ſich auch draußen n Welt begegnen mochten, bei Luſtbarkeiten oder im Salon der Corrado,— hatten im Krankenzim⸗ mer manches Intereſſante an einander entdeckt. Der Prinz wollte dem ſchönen Kranken, we cher ſo verführe⸗ riſch leidend darniederlag— mit aufrichtigem Mitleide wohl Und unterhielt ſich gern mit ihm über mannigfache Intereſſen, zu deren Nachgedanken der Kranke viel Zeit hatte.
Prinz Taver war ein Schöngeiſt, was bei der herr⸗ ſchenden Intereſſeloſigkeit des Hofes für Alles, was au⸗ ßer dem Theater und den er verſchiedenen Muſeen lag, nicht ohne Bedeutuug war, denn Prinz Taver war auch reich! Er beſaß Bildung und Geſchmack und die Coriphäen der Kunſt ſammelten ſich um ihn, als ihren einzigen Protector in dieſen Kreiſen.
Der Hof ließ ihn gern gewähren, da er ſelber da⸗ durch der Verpflichtung enthoben ward, ſich um Dinge zu bekümmern, die für ihn jedenfalls ſehr langweilig waren— und dem Prinzen Taver machten ſie ja Ver⸗ gnügen.
Man ließ ihm dieſes Vergnügen ſehr gern, weil man es unendlich bequem fand, ja der Herrſcher er⸗


