Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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Sicher, gewiß, Signor Marie Corrado wird immer Ihre Freundin ſein!

Hätte Brandach dieſen Blick voll Haß und Zorn geſehen, den ihm die Signora ſandte und der ſchnell aufleuchtete und verſchwand wie Blitzesfunkeln; viel⸗ leicht hätte der ſeine ſtolze Ruhe erſchüttert, vielleicht aber auch ahnte er ihn und blickte deßhalb eben nicht empor.

Die Zofe empfing ihn mit leiſen Verweiſen im Vorzimmer. Ihre Eiferſucht ſah in dieſem Beſuche bei

der Signora nichts Gutes, und Brandach eilte, daß er hinab auf die Straße und nach dem Caffeehauſe kam, wo ihn erwartete..

Als Bralbach das Zimmer verlaſſen, ſtand die Signora noch einen Augenblick lang regungslos da; ihre erkünſtelte Ruhe und Heiterkeit verſchwanden, und glühende Zornes⸗ und Schameswogen tobten in ihr.

Ho, ho! rief ſie endlich hohnlachend,iſt es bereits ſo weit mit mir gekommen, daß die Raben ſchon Leichenduft wittern und mit Leichenbittermienen herbeikrächzen! Ho ho, Herr von Brandach, noch ſind wir nicht ſo weit, und mögen zehn Harzjungfern da ſein, dieſes thörichte Herz zu umſtricken auch Marie

Corrado iſt da, und es gilt dann einen Kampf auf