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der Abend kam und fand ihn doch obdach⸗ und hoff⸗ nungslos.
Ein Verzweifelnder rannle er wieder durch die dunkeln Straßen, vom Hunger gepeinigt, vor Kälte ge⸗ ſchüttelt, und ſeine Seele jammerte in tiefſter Noth. Die Nacht ſank tiefer und tiefer— wie ſollte das enden— ſie fand ihn obdachlos im rauhen Herbſtwetter, allen Einflüſſen der Witterung preisgegeben.
Da kam ein alter Herr langſam des Weges und ſchritt einem der eleganteſten Hänſer zu, die es in der Straße gab. Sein Ausſehen ſprach von wohlhäbiger Sorgloſigkeit und in den runzelichten Zügen ſchienen Milde und Freundlichkeit zu wohnen.
Ein letzter verzweifelter Gedanke packte Harder an, und ehe er ſelber noch wußte, wie ihm geſchah, hatte er den Hut gezogen und ſeine Lippen ſtammelten die Bitte um ein Almoſen.
Der alte Herr blickte verwundert auf den ſonderba⸗ ren Bettler, daß es dieſem bis in das Innerſte der Seele drang,— griff dann in die Taſche und warf ihm ſchwei⸗ gend ein Geldſtück in den Hut.— Harder rannte wie be⸗ ſeſſen von dannen und über ſeine bleichen Wangen roll⸗ ten ſchwere Thränen auf den Boden nieder.
So war es denn geſchehen, und er ein Bettler ge⸗ worden!— Die Freiherrnkrone hatte ſich in den Staub


