Teil eines Werkes 
4. Theil (1862)
Entstehung
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Mit jedem Biſſen des einfachen Abendeſſens, mit jedem Tropfen des ſiedenden Glühweins ſog er neuen

Muth und neue Hoffnung ein, mit denen auch die alten

Thorheiten treulich wiederkehrten und ſeine geſchäf⸗ tige Phantaſie malte ihm bald eines jener bezaubernden Bilder, in denen der armſelige Schreiberdienſt ſchnöde genug vergeſſen worden war.

Wohlgefällig lächelnd ſah er ſich, den ſchönen und eleganten Cavalier, mitten in der noblen Geſellſchaft von New⸗Orleans, ſah ſich glücklich und geehrt, ſel⸗ ber beglückend durch unwiderſtehliche feine Liebenswürdigkeit und Galanterie. Und ſollten die Frauenherzen denn hier weniger weich und weniger empfindlich ſein für ſeine Vorzüge, als ſie es in Deutſchland geweſen waren? Sollte in Amerika, wenn auch die Männer ſchnöde ſün⸗ digten, die Frauen nicht wenigſtens die Mächte anerken⸗ nen, die in Europa's Städten ſiegreich triumphiren? O, nein! die Weiber ſind überall gleich, und wenn es

ihm nur einmal gelungen war, zu der vornehmen Welt

hindurch zu dringen, ſo hatte er gewonnen, und das Glück mußte ihm von Neuem lächeln.

un das zu erreichen, um ſich die Pforten der Ge⸗ ſellf chaft zu offnen, mußte er aber auch ſeinen Freiherrn

wieder hervorholen und mit ihm zu blenden ſuchen. Wer

würde dieſem widerſtehen können?