13 „Es iſt ein gefaͤhrliches Geſchäft für einen ar⸗
men Handelsmann, der muß wieder verkaufen den Ring..
Wenn ihn findet bei mir die Polizei, wird man glau⸗
ben, ich habe ihn geſtohlen, denn die Chriſten pflegen
immer zu denken Schlimmes von den armen Söhnen Rraels. Doch will ich nehmen auf mir die Gefahr und zahlen dem Herrn drei Dollars, weil der Ring iſt werth bei uns viere.“
„Ephraim, wie haben Sie ſich da verſehen! Zwanzig Thaler iſt der Werth des Ringes, die ich ſelber vor kaum einem Jahre bezahlt habe.“
„Mag ſein, Herr, daß man gibt ſo viel dafür in Ihrem Vaterlande, denn Sie ſcheinen wohl zu ſein auch ein Dentſcher, wie ich ſelber war geweſen früher ein Deutſcher— hier aber iſt das Gold billig und Schmuckſachen ſind nur wenig geſucht. Doch ich kann ja nicht zwingen den Herin mir zu verkaufn den Ring, aber geben kann ich nicht mehr dafür als drei Dollars. Thue ich doch wahrhaftig das Mögliche, und will überhaupt nur machen das riskirte Geſchäft um dem Herin zu ſein gefüllig, der ein Landsmann iſt von mir.“—
In dieſem Angenblicke ward die Thür aufgeſtoßen, und es drang ein Haufe ſchlecht ausſehender Geſellen ein, die alte Kleider kaufen wollten und ſich ohne


