Es wollte aber keine rechte Unterhaltung mehr in den Gang kommen. Eugenie war von ihren Erin⸗ nerungen neu befangen und trauervoll; der Major ernſt und nachdenkend, und auch ſeine Frau ſchien verändert.
Hans fühlte ſich möglichſt unbehaglich und ge⸗ drückt.— Er fühlte, wie ſehr die vorige Unterhaltung ſeinen Charakter in ein zweifelhaftes Licht geſtellt ha⸗ ben mußte, fühlte den Drang, ſich mit dem Major auszuſprechen— und doch wieder hielt es ihn davon zurück. Denn, was ſollte er ihm ſagen, womit ſein Handeln und ſich ſelber entſchuldigen?— Und doch, mußte er von der Unſchuld und Naivität Eugenie's nicht auch den Verrath des übrigen noch verſchwiege⸗ nen Theils der ihn damals ſo beglückenden Verhält⸗
niſſe erwarten?
Eugenie liebte ihn noch und hatte ihn nicht ver⸗ geſſen; das ſah er wohl, und auch ſein Herz ſchlug von Neuem für ſie. Ihr Beſitz dünkte ihm das ſchönſte Glück;— ſie, ſeine einſtige Gattin, die höchſte Lebenswonne. Und doch, zwiſchen ihnen ſtand die ſtolze Tochter des Südens, Signora Corrado und ſeine Vergangenheit!— S
Während er theilnahmslos aß, und keiner der Tiſchgäſte ſich um die Unterhaltung kümmerte, kämpfte


