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Du denn, mein Engel? Die Signora fuhr ja heute höl⸗ liſch ſpät ab, ich wäre ihr beinah' in die Hände gefallen.“ Statt der Antwort führte Marie den jungen Mann zu demſelben Divan hin, von dem die Signora und Hans von Harder ſich eben erſt erhoben hatten, und ihr Haupt an ſeine ſtarke Bruſt lehnend, blickte ſie zu ihm auf, mit einem Lächeln, in dem ihre ganze Seele lag.
Der junge Mann drückte de zarte Geſtalt feſter an ſeine Bruſt, und unter ſeinen Küſſen flüſterte ſie leiſe „O mein Geliebter, wie glücklich bin ich bei Dir!“
Die Liebe feierte weiter in dem Zimmer, und wäh⸗ rend dieſe, angethan mit dem neuen Schmucke, den Ge⸗ liebten mit ihrem reizendſten Lächeln grüßte, ruhte die arme Marie hingebend an der ſtarken Bruſt ihres Ge⸗
liebten, in ihrem treuen deutſchen Herzen vielleicht glück⸗ licher noch als die Signora. ans von Harder war am andern Morgen in ziemlich ſchlechter Laune erwacht. Die Glocke zeigte be⸗ reits eilf Uhr, und er hatte kaum noch Zeit ſich zur Parade zu begeben, nach deren Beendigung er zuvor der Signora einen kurzen Beſuch machte, die er erſt ſpät in der Nacht verlaſſen hatte, und dann nach Hauſe zurück⸗ ging. Hier traf ihn kurz darauf Brandach, der, heiter


