ſtolze Zurückhaltung, dieſes Erbſtück ſeines Standes, vergeſſen, und der alte Erich ſah mit geheimen Lächeln, wie ſich der Junker ſo ganz und gar ſeiner kindlichen Luſt hingab.
„Wenn das der Freiherr ſähe,“ ſagte er ſich heim⸗ lich,„was würde der wohl ſagen zu der Ehre ſeines Hauſes. Doch wir müſſen aufpaſſen, junges Blut tobt gern und ſchlägt leicht über die Stränge— und damit das nicht geſchehen ſoll iſt der alte Erich da. Wenn er nur erſt glücklich im Cadetenhaufe iſt, da wiſſen ſie
ſolche Burſchen und ihre hochfliegenden Träume ſchon zu zügeln— wir kennen das.“ Das iſt das Hotel, in welchem wir wohnen ſollen?“ rief Hans luſtig, als der Portier den Wagen öffnete. Erich, das iſt ja wohl größer, als unſer ganzes Schloß!“
Die herbeigeeilten Kelluer ſahen lachend den naiven Zunker an, und merkten mit ihren großſtädtiſchen Spür⸗ naſen gleich, woran es ihm fehlte. Dieſer aber ſchritt unbekümmert in das Hotel, das Gepäck wurde nachge⸗ bracht, und Haus begann ohne Zögern ſeine Reiſe⸗ toilette zu entfernen.
Denn, ſo lautete der gemeſſene Befehl des Herrn Vaters, ſofort nach ſeiner Ankunft in der Reſidenz ſollte
ſich Hans in der Cadetenſchule dem Major v. Welling


