Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

gehen pflegt, daß einem Unheil und einem Verluſte ſtets neue und größere folgen, ſo iſt es auch mir und meinen Beſtrebungen gegangen, und Familienunglück, wie ſchlechte Jahre halfen einander treulich meine Hoffnungen und Berechnungen über den Haufen wer⸗ fen. So iſt es mir leider nicht gelungen, die herk Schläge, welche wir erleiden mußten, unſchädlich zu machen. Es gab kein Mittel dafür, das ſich mit der Ehre unſeres Hauſes vertragen hätte, und um dieſelbe auch für die Zukunft im akten Glanze zu erhalten, muß unſer Sohn Capriere machen. Das iſt das Re⸗ ſultat meiner angeſtrengteſten Berechnungen. Der Freiherr ſchwieg und blickte forſchend ſeine Gattin an, die ernſt und kummervoll dieſen Worten gelauſcht hatte deren unläugbare Wahrheit ihr ja ſchon ſo manche ſorgenreiche Stunde bereitet hatte. ZJetzt eigte ſie leiſe das Haupt, und ihre Hand auf den kräftigen Arm des Gatten legend, frug ſie leiſe:Und was willſt Du aus unſerem Sohne machen, Curt? Er ſoll zur Armee gehen. Tüchtige Soldaten ſind dem Könige jederzeit willkommen, und Hans ſoll tüchtig werden, ſoll unſerem Namen Ehre machen,

das hoffe ich von dem einzigen Sprößlinge der Har⸗

der's. Der König iſt unſerein Hauſe immer wohl ge⸗

ſinnt geweſen, und wenn Hans tüchtig iſt, wird er