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und die wenigen Zweifelſtimmen verſtummten vor dem Glanze der Thatſachen— wenn ſie den noblen Haus⸗ halt und das echt adelige Leben und Treiben der Familie ſahen.
Im Erkerzimmer des Wartthurms, das ſeiner reizenden Ausſicht wegg ein Lieblingsaufenthalt der Damen war, ſaß die Fzau Gertrud von Harder mit ihrer einz'gen Tochter Ana. Die beiden Frauengeſtal⸗ ten waren einfach und ſiuut und boten ein herr⸗ liches Bild glücklicher Ein racht, wie ſie da am Fen⸗ ſter neben einander ſaßen, mit aufmerkſamer Sorg⸗
falt an einer feinen Stickerei beſchäftigt.
Sie hatten die Fenſter des Zimmers geöffnet, und die ſchöne Landſchaft, die ſchon in das mahnende Gold des Herbſtes ſich kleidete, breitete ſich im glän⸗ zenden Sonnenlichte vor ihnen aus.
Anna hatte zu arbeiten aufgehört und blickte ge⸗ dankenvoll in die Ferne, bald hinüber auf die leeren Felder, wo zwiſchen gelben Stoppeln ſchon hie und da wieder neues, nur zu bald dem eiſigen Tode wie⸗ der verfallendes Leben keimte— bald dort hinüber auf die weiten Waldungen, deren. Blätterfülle ſich mehr und mehr golden färbte.
Wie iſt es doch ſo wunderbar, Mutter,“ hub ſie endlich an zu ſprechen,„daß, bevor im Herbſte


