Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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erwachte wieder, zwar gegen die Schwiegermutter, aber Helene war es doch, welche die Folgen davon zu tragen hatte.

„Eines Tags, als die Aſſeſſorin in vollem Zorn ihre Tochter verließ, und Helene weinend ſich auf einen Stuhl warf, trat Reinhold bei ihr ein. Er ſprach ſehr freundlich von dem Leiden der Aſſeſſorin und von ſeiner Beſorgniß, daß dieſer Zuſtand zein⸗ licher Unruhe ihr endlich das Leben koſten würde. Er bemerkte zugleich, daß Helene mit ihrer Weige⸗ rung ihrem Mann nur einen geringen Dienſt leiſte, da der Kapitän nicht eher Ruhe und Friede finden würde, als bis er von ſeiner Gattin geſchieden wäre. Er beſchwor Helene, zu bedenken, wie viel Gutes ein ſolcher Schritt für ſie alle zur Folge haben würde.

„Helene trocknete ihre Thränen ab und richtete ſich zu ihrer vollen Höhe empor. Sie ließ ihn völlig ausreden. Als er zu Ende war, heftete ſie ſcharf und feſt ihr Auge auf ihn und ſprach:

„Sage mir, wer es iſt, der in meines Mannes Seele den abſcheulichen Argwohn geworfen hat, daß er nicht der Vater meines Kindes ſei?“

„Reinhold konnte nicht umhin, die Farbe zu wechſeln; er ſchlug die Augen nieder, während er zur Antwort gab:

„Das kann ich nicht ſagen, aber ich weiß, daß er einen ſolchen Argwohn hegt. Er hat ihn ſelbſt gegen mich ausgeſprochen..

„Sobald ich erfahre, wer es iſt, werde ich mei⸗ nen Entſchluß faſſen. Verſchaffe mir den Ramen des Elenden, welcher mir eine ſo ſchmähliche Lüge

——„