Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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nd im Moi 18 ſchien

die Sonne klar und herrlich auf Stockholm und deſſen reizende Umgebungen herab. Sie ſpiegelte ihr glühen⸗ des Angeſicht in den Fluthen des Mälar, und es war, als ob ſie mit ihren ſchrägen Strahlen Hoff⸗ nung und Freude der neuerwachenden Natur zuflü⸗ ſterte, welche grünend, knospend, heiter und lächelnd das Verſprechen, das die Sonne den Tag über ge⸗ geben, in Erfüllung brächte. Es war ein Abend, mild und ſtill wie das Schlum⸗ merlied eines Kindes. Man fühlte das Herz von Ruhe erfüllt, und das Auge hob ſich unwillkürlich zu dem unermeßlichen blauen Himmelsgewölbe, um dem all⸗ gütigen Geber zu danken. Es war, als ob Gottes Friede über der Welt ſchwebte, und Gottes Liebe ſich in jedem Windhauche kundgäbe. 1 An dem offenen Fenſter eines anſehnlichen gerade oberhalb Moſebacke gelegen und die entzi Ausſicht bietend, ſaß an dieſem Abend eine edlem, ernſtem und ſchönem Angeſichte. die Freuden und Illuſionen der Jugend b ſich. Sie mochte ungefähr vierzig Johr Mit einem Ausdruck von Bewunderung u

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An einem ſchönen Abe