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ſtand, Siege und Ehre beſeſſen, beſtiegen jetzt die verjagten Bourbonen.
Es ſah in der That aus, als hätte das fran⸗ zöſiſche Volk Alles vergeſſen, aber nichts gelernt von dem, was ſich zugetragen, da es den Bruder des hingerichteten Ludwig als König begrüßen konnte.
Im Jahre 1824 wollen wir wieder einen kurzen Beſuch auf dem kleinen Landgute am Genferſee machen.
„Es iſt jetzt,— wie das erſte mal, wo wir von dem, was ſich dort zutrug, Kenntniß nahmen,— ein ſchöner und ſtiller Maiabend.
Alles iſt ſich gleich geblieben.
Die Abendſonne wirft ihre Strghlen auf das Landhaus und auf deſſen Umgebung indem ſie über die Kryſtallſcheibe des Waſſerſpiegels Goldflitter ausſäet.
Die Stille und Ruhe in der Natur wurde von der Stimme einiger munterer Kinder unterbrochen, welche ſich unter Spiel und Lachen in dem großen geräumigen Hof herumtummelten.
Im Schatten einiger Bäume ſaß eine alte Frau und ſtickte, während ſie von Zeit zu Zeit wachſame Blicke auf die drei ſpielenden Kinder warf.
An demſelben Giebelfenſter, wo wir voriges mal Sophie fanden, ſaß jetzt ein Frauenzimmer im mit⸗ leren Alter.
Gleich der jungen Träumerin ſtützte ſie den Kopf auf die Hand, und ließ ihre Blicke auf dem lächeln⸗ den Gemälde ruhen, welches ſie vor ſich hatte.
Dort, wo ſie ſich befand, konnte man den Hof nicht ſehen, aber der Schall des Lachens der Kinder bahnte ſich einen Weg zu ihren Ohren. 5


