Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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als Schild gegen die Gefahren ein Weib gegeben, deſſen Verwandtſchaft mit Danton Ihr als eine Sicherheit betrachtetet, und ſtatt dieſes hätte dieſe Verwandt⸗ ſchaft Sophien beinahe das Leben gekoſtet. Alles dieſes berechtigt mich, Euch, unerfahrner Jüngling, einen Rath zu geben, nämlich: daß, wenn Ihr Euch ſelbſt nicht zu retten vermöget, geſchweige irgend einen Andern, ſo verlaßt Frankreich ſo bald als möglich! Schon Morgen, vielleicht in dieſer Nacht, könnt Ihr verhaftet werden, und dann wird keine Aufopferung Euch dem Tode entreißen.“

Jerome ging und Elias murmelte:

„Du haſt Recht; meine Unklugheit, meine Un⸗ erfahrenheit und mein Selbſtvertrauen hat ſie ent⸗ gelten müſſen; aber Deine Worte ſagten mir, daß ich mich an ihr Leben wie der Schatten am Kör⸗ per heften muß. Zwiſchen ihr und allem ferneren Unglück werde ich ſtehen, und auf dieſe Weiſe einen geringen Theil von dem, was ich verbrochen, wieder

gut machen.“

Leiden ui grüfungen hatten gewiß das Herz Elias' kalt gemacht und alle zärtlichen Regungen darin getödtet; aber ſie hatten nicht dazu beigetragen ihm den Glauben an ſeine eigene Kraft zu rauben.

Die Ueberſchätzung der Kraft unſeres Willens

iſt Etwas, welches der Jugend eigen iſt, ſelbſt wenn alle andern Illuſionen ins Stocken geriethen und verſchwanden.

Elias glaubte, daß er ein unſichtbarer Schutz⸗ engel für Sophie werden, ihrem Leben alles Bittere nehmen und ſelbſt das Unglück lähmen könnte, ſo

daß es nicht vermöchte ſie aufzuſuchen.