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war deßhalb, nachdem das erſte Gefühl der Bewun⸗ derung vor Sophie ſich gelegt, nur eine vermehrte Erbitterung gegen das franzöſiſche Volk.
Die Ereigniſſe fügten es in der That, daß Jacob Levitains liebſter Sohn ſich zu einem Fanatiker ent⸗ wickeln ſollte, das heißt zu dem Gegentheil von dem, was der Vater ſelbſt war und wünſchte, daß der Sohn werden ſollte.
Ein Mann, wie Jacob Levitain, deſſen Inneres nur von edlen und hohen moraliſchen Begriffen be⸗ herrſcht wurde, konnte nicht leicht unmoraliſche und ſchlechte Kinder haben.
Elias hatte auch die ſtrenge Rechtlichkeit des Vaters und auch den Stolz geerbt, von Niemanden eine Verbindlichkeit anzunehmen, ohne ſie zu ver⸗ gelten.
Er fühlte tiefer, als Andere das Gewicht der Dienſte, die man ihm leiſtete und ſchätzte ſie oft über ihren wirklichen Werth.
Dieſer bei Allen aus dem Geſchlechte Levitains charakteriſtiſche Zug erklärt auch, warum er beim Leſen von Sophiens Brief ſeine Seele gleichſam von der Laſt der Dankbarkeit niedergedrückt fühlte, die er ihr jetzt ſchuldig war.
Man konnte noch nicht ſagen, daß er die Schuld abbezahlt, welche er von dem Vater geerbt, und jetzt kam Sophiens Selbſtaufopferung und vervielfältigte die erſtere.
Elias' Kenntniß des Charakters Sophiens ſagte ihm, daß ſie mit dem Opfer, wofür ſie ſein Leben gekauft, nie ihr eigenes gerettet haben würde. Und obgleich Elias ſein Daſein als eine Laſt für ihn


