Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

er

en

ig, ön ut⸗

warf er ſich auf die Kniee an ſeiner Seite. Seine Arme auf die des Vaters ſtützend ſagte er dann;

„Vater, Du brauchſt nichts zu erklären. Ich weiß, daß durch dieſes Feſt Alle Brüder werden ſollten; aber ich weiß auch, daß nicht ein Einziger von dieſen Chriſten ſich als Bruder des Juden Ja⸗ cob betrachtete. Darum, Vater, kam mir Alles das wie vergebliche Mühe vor.“

Jetzt ruhten die Arme des Elias um den Hals des Vaters, und er fügte hinzu:

„Haben meine Worte Dich betrübt, ſo vergebe mir; aber ich kann die Chriſten nicht lieben. Mit „Blut iſt ihr Gott abgemalt und in Blut fahren ſie fort ihn zu verehren.“

„Kind,“ fragte Jacob,„haſſeſt Du die Chriſten?“

„Ja,“ antwortete Elias mit feſter und beſtimm⸗ ter Stimme.

Der Alte ſchob ihn langſam von ſich und ſprach bekümmert:

„Habe ich Dich ſo ſchlecht den Glauben unſerer Bäter gelehrt, daß Du meinſt mit Haß im Herzen dem Herrn dienen zu können? Habe ich Dir ſo ſchlecht die Lehre eingeprägt, alle Völker der Erde zu lieben und für ſie zu beten?“

„O Vater, Deine Worte ſind liebevoll geweſen, wie Du ſelbſt; aber ich kann ſie nicht verſtehen, i

Hier wurden ſie durch drei heftige Schläge an das Thor unterbrochen. Elias ſchwieg plötzlich mit⸗ ten im Satze, und Jacob ſtand eiligſt auf. Das Geſicht des Alten ſchien zu verrathen, daß er durch dieſes Klopfen überraſcht ſei, denn ein ſolches war,