mehr, fuhr Elias in Gedanken fort, werde ich die Chriſten leiden können. Sie ſind nichts als Mörder. Ich werde immer Blut an ihren Händen ſehen.
Er ging ſeine gräßlichen Erinnerungen durch. Bei jeder einzelnen wuchs ſein Unwille gegen die Chriſten, beſonders gegen die Franzoſen.
Elias hatte während der letzten Monate ſein Inneres den Worten des Vaters verſchloſſen, ſo daß nicht einmal ein Echo davon in ſeinem Herzen wiederklang.
Er konnte das Blut, welches er ſließen geſehen,
nicht vergeſſen, und er wollte nicht hören auf die von einer Verſöhnung und höhern Weltanſchauung zeugenden Gedanken, die ſein Vater ausſprach.
Die einzigen Weſen, denen er, außer dem Vater, etwas Mitleid und Theilnahme ſchenkte, waren: erſtens Ludwig der Sechszehnte, weil das Polk ſeine Leibwache ermordet; und dann die Königin, weil ſie hübſch war und der Pöbel ſie während der October⸗ tage hatte ermorden wollen.
Der einzige, den er nicht für ein blutdürſtiges, wildes Thier anſah, war Lafayette, weil er dem Blutbad Einhalt gethan. 6
Mirabeau ſchenkte er ſeine Bewunderung. Dieſes geſchah nicht deshalb, weil Elias ſeine Beredtſamkeit verſtand oder die Macht ſeines Genies zu würdigen wußte, ſondern nur weil ſeine Stimme den Lungen bezauberte.
Wenn er Mirabeau ſprechen hörte, ſo kam es ihm vor, als wenn dieſer Mann allein die Räuber⸗ bande zurückhielt, daß ſie nicht Alles um ſich herum ermordete und verwüſtete.


