159
— Ja, laß uns hoffen,— ſagte Harald und fügte dann heiter hinzu:
— Morgen fahre ich fort und hole unſeren Pfarrer.
Harald und Urda blieben den ganzen Tag auf Björnbo. Nachdem man zu Mittag geſpeiſt, ſagte Göran zu Harald:
— Reiteſt Du nicht hinüber nach Ed, für den Fall, daß die da zu Hauſe irgend einen Auftrag hätten, mit dem ſie Dich bemühen wollten, da Du nach der Hauptſtadt reiſeſt.
— Du haſt Recht; ich werde es thun; fährſt Du mit?
— Nein, ich habe keine Zeit.
Abends galoppirte Haralds Pferd hinein in den Hof von Ed.
In dem kleinen Saal ſtand Calla damit beſchäf⸗ tigt reine Wäſche zu zählen. Alle Tiſche waren damit angefüllt.
Harald hatte in der letzteren Zeit Milner ſeltener beſucht, weil er gern das Gefühl von Bewunderung, die Calla ihm einflößte, fliehen wollte.
Als Harald ſein Pferd anhielt, fragte er nach Milner; dieſer war draußen auf dem Felde. Unſer junger Fabrikbeſitzer warf einem Jungen die Zügel zu, ſprang vom Pferde und näherte ſich der Saal⸗ thüre. Als er die Hand auf den Thürgriff legte, klopfte ſein Herz vernehmlich.
Er drehte den Griff um, die Thüre ging auf und der junge Mann blieb ganz beſtürzt auf der Schwelle ſtehen, als er Calla auf eine ſolche Weiſe beſchäftigt ſah. Sie war gerade im Begrifj, die


