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Als das junge Mädchen nach Hauſe kam, ſchloß es ſich auf ſein Zimmer ein, indem es, wie es Frauenzimmer gewöhnlich thun, wenn ſie eine Ge⸗ müthsbewegung verbergen wollen, ein ſtarkes Kopf⸗ weh vorſchützte.
Erſt ſaß ſie lange und überlegte mit ſich ſelbſt, dann brach ſie in Thränen aus; ſchließlich ſchien ſie aber mit ihrem Schickſal verſöhnt, indem ſie den ſchmeichelhaften Brief ihres Verlegers hervorzog.
— Nein, nein, ich betrüge mich nicht ſelbſt; nur in einem glänzenden Namen, nur in dem Ruhm, eine ausgezeichnete und geiſtreiche Schriftſtellerin zu ſein, liegt mein Glück. Hu! jener eiskalte Harald, — von dem ich——— glaubte, daß er mich ſo unendlich lieb hätte——— mit ihm zuſammen würde ich todtfrieren. Und dann welche Anſprüche auf Vollkommenheit macht er!— Was meint er wohl damit?— Eine willenloſe Sklavin, eine Die⸗ nerin für Lebenszeit, eine Knechtin ſeiner Launen! — Ich wäre geſtorben bei dem ewigen Jagen nach weiblicher Vollkommenheit, welcher nachzuſtreben die Neigung meines Herzens für ihn mich hätte veran⸗ laſſen können, und das eigentlich nichts weiter iſt, als das Erſticken aller menſchlichen Gedanken und Gefühle. Wie habe ich ſo blind ſein können zu glauben, daß jener lebendige Proſaiſt, der an nichts Anderes denkt, als an Korn, Kartoffeln und Race⸗ ochſen, irgend einem wärmeren Eindruck zugänglich wäre!
Jetzt weinte Calla wieder.
— Und Erland— nein, nein, ich kann nicht,— rief ſie heftig und ſprang auf.


