gannen, zeigte ſich dies zur See anders als zu Lan⸗ de. Eine Landarmee hat einen beſtimmten Zweck, den ſie ſtets erreichen kann, wenn ſie ſiegreich iſt. Der Feldherr, der eine Stadt erobert, kann dieſelbe mili⸗ taͤriſch beſetzen, brandſchatzen, ſich dieſelbe nach den
Rechten der Souverainitaͤt zueignen. Er kann das Privateigenthum ſchonen, wenn es ihm freiſteht, al⸗ les oͤffentliche Recht aufzuheben und nach ſeinem Gut⸗ 7 duͤnken anders zu geſtalten. Der Seemann nimtmtt ſeinerſeits das Kauffahrteiſchiff und ſeine Ladung nach 4 demſelben Rechte des Staͤrkeren weg, nach welchem der Sieger zu Lande ſich der Schloͤſſer, der Provin⸗ zen und ſelbſt des Hafens bemaͤchtigt, in welchen das Fahrzeug gehoͤrt. Waͤre der Sieger zur See hiezu
nicht befugt, ſo wuͤrde er, obgleich er Gefahr laͤuft, von einer ſtaͤrkeren Schiffsmacht geſchlagen zu wer⸗
den, von ſeiner Ueberlegenheit keinen Gewinn haben,
und alle Fruchte des Sieges entbehren muͤſſen. Der
unſchuldige und unbewaffnete Buͤrger, vielleicht ſogar 1 der neutrale Fremde, leidet in beiden Faͤllen; aber der Krieg iſt ein Zuſtand der Gewaltthaͤtigkeit, und ſeine Uebel können ungluͤcklicherweiſe nicht auf dieje⸗ nigen beſchraͤnkt werden, die ſich zunaͤchſt und unmit⸗ telbar befeinden. Wollte der Kaiſer, wie er in ſchoͤ⸗ nen Phraſen betheuerte, die Uebel des Krieges mil⸗ dern, ſo mußte er zu Lande die Rechte des Siegers mit weniger Strenge uͤben, unter der Bedingung, daß England zur See ein Gleiches thue, Statt deſ⸗
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