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49. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 15. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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aller Anmahnungen ungeachtet, ſich ſtets geweigert hatte, dem Rheinbunde beizutreten, ſo half ihm ſeine

Neutralitaͤt zu nichts. Napoleon behauptete, derſelbe

ſey doch preußiſch geſinnt geweſen; und nachdem er bei Sachſen nicht auf die That, ſondern auf die Geſin⸗ nung geſehen, ſo erklaͤrte er in ſeiner gewoͤhnlichen Entthronungsformel, das Haus Heſſen Kaſſel habe auf⸗ gehoͤrt zu regieren. Das Urtheil ward vollſtreckt, noch eehe es verkündet war, Ludwig Buonaparte nahm mit Marſchall Mortier Heſſen⸗Kaſſek am 1ſten November in Beſitz. Die Armee des Landgrafen leiſtete keinen Widerſtand ein Theil derſelben trat unter die Fah⸗ nen Frankreichs, der Ueberreſt wurde entlaſſen.

Das eigentliche Motiv Napoleon's, als er ſolcher⸗ geſtalt einen harmloſen und, wenn das Necht nichts mehr galt, einen ganz ſchutzloſen Fuͤrſten ſeines Ge⸗ bietes beraubte, iſt bereits angedeutet worden. Der Kaiſer wollte aus Heſſen⸗Kaſſel und den zunaͤchſt gele⸗ genen Bezirken fuͤr ſeinen juͤngſten Bruder Hierony⸗ mus ein Koͤnigreich bilden. Dieſer war ein leichtſin⸗ niger und genußſuͤchtiger junger Mann, und obſchon dergleichen Menſchen zur Befriedigung einer fluͤchti⸗ gen Leidenſchaft zuweilen große Opfer bringen koͤnnen, ſo laſſen ſie ſich doch ſelten, auch von dem liebenswuͤr⸗ digſten Gegenſtande, auf eine dauernde Weiſe feſſeln. Hieronymus Buongparte hatte eine junge amerikani⸗ ſche, durch Schoͤnheit und Talente ausgezeichnete Da⸗ me geheirathet und daburch die Gunſt Napoleon's ver⸗