115
Ruhm, deſſen Nationalexiſtenz ſogar, unrettbar be⸗ droht ſchien.
Viertes Kapitel.
Ungroßmüthiges Benehmen Napoleon's gegen den Ferzog von Braunſchweig.— Der Anmarſch der franzöſiſchen Truppen nöthigt den ſterbenden Fürſten, ſich nach Altona bringen zu laſſen, wo er perſcheidet.— Sein Sohn ſchwört, ihn zu rä⸗ chen.— Auch zu Berlin und Potsdam zeigt ſich Napoleon grauſam und rachſüchtig.— Seine Milde gegen den Fürſten
von Hatzfeld.— Wie er die kleineren Mächte behandelt.— Hieronhmus Buonaparte.— Einnahme von Hamburg.— Die berühmten Verlinerdekrete gegen den brittiſchen Handel. — Würdigung derſelben.— Napoleon läßt ſich durch die Vorſtellungen der Handelsſtädte auf dem Continent nicht be⸗ wegen, dieſelben zu mildern oder zurückzunehmen.— Der Handel blüht nichtsdeſtoweniger.— Es erſolgt eine zweite Anticipation der Conſcription des Jahres 1807.— Der Kö⸗ nig von Preußen verlangt einen Waffenſttuſtand, die Be⸗ dingungen fallen aber ſo hart aus, daß er ſie ablehnen muß.
Der Wille Napoleon's ſchien jetzt das einzige Ge⸗ ſetz, von welchem der eroberte Staat, vor kurzem noch der Nebenbuhler Frankreichs, ſein Schickſal zu erwarten hatte, und alle Umſtaͤnde deuteten an, daß der Eroberer, gluͤcklicher als Caͤſar oder Alexander, weder ihre Großmuth, noch ihre Milde nachzughmen geſonnen ſey.
8„ ᷣ


