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Treue ergeben ſind. Die oͤſterreichiſche Macht bernh⸗ te demnach, und beruht noch jetzt auf der breiten und feſten Grundlage einer allgemeinen und tiefgewurzel⸗ ten Anhaͤnglichkeit des Volkes an ſeinen Fuͤrſten, und der innigſten Verſchmelzung der Intereſſen von beiden.
Auch das Haus Brandenburg hatte ſeine Erblan⸗ de, in welchen die Ergebenheit, die Treue und der Patriotismus der Einwohner ſich von den Vaͤtern auf die Soͤhne vererbten. Aber ein großer Theil ſeiner Beſitzungen beſteht aus ſpaͤteren, durch die Waffen oder die Politik des großen Friedrichs zu verſchiede⸗ nen Zeiten gewonnenen Bezirken, das preußiſche
Staatsgebiet iſt aus kleinen, weit von einander ent⸗
fernten Provinzen zuſammengeſetzt, die ſich mehr in die Laͤnge als in die Breite erſtrecken und ſich, wie ſchon Voltaire bemerkt hat, auf der Karte von Euro⸗ va wie ein Paar Strumpſbaͤnder ausnehmen. Eine natuͤrliche Folge davon iſt, daß eine lauge Zeit verge⸗ hen muß, bis die Beſtandtheile eines ſolchen Koͤnig⸗ reiches, deren Geſetze, Sitten und Gedraͤuche ſo ſehr von einander abweichen, ſich zu einer gediegenen und feſten Monarchie verſchmelzen, in welcher der Koͤnig als das gemeinſchaftliche Oberhaupt verehrt und ge⸗ liebt wird, und die verſchiedenen Volksſtaͤmme ſich
als die Mitglieder eines und deſſelben gemeinen We⸗
ſens betrachten. Ganze Generationen werden in's Grab ſinken, ehe ein ſo kuͤnſtlich zuſammengeſetztes Koͤnigreich Einheit und Staͤrke gewinnt; ſchon durch
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