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Auſterlitz hing noch das Gleichgewicht von Europa von ſeinen Entſchluͤſſen ab. Jetzt aber lag dieſe Macht zu den Fuͤßen ihres Gegners, dem ſie zur Unzeit Trotz geboten hatte; ſie war nicht etwa blos gefallen, ſon⸗ dern lag ganz zu Boden, unfaͤhig, ſich wieder zu er⸗ heben. Andererſeits war noch in friſchem Andenken, daß Oeſterreich nach der Niederlage ſeiner Armeen und dem Verluſte ſeiner Hauptſtadt in dem Muthe ſeiner Unterthanen noch eine Huͤlfsquele gefunden, und daß die ungariſche und boͤhmiſche Inſurrektion auf Napoleon ſelbſt, als er ſich im Hochpuntte ſeines Gluͤckes befand, einen ſolchen Eindruck gemacht hatte, daß er es fuͤr gerathen hielt, dem geſchlagenen Kai⸗ ſer ertraͤgliche Friedensbedingungen zu bewilligen. Oeſterreich glich einer zu wiederholtenmalen belager⸗ ten und eben ſo oft in Breſche gelegten und vielfach beſchaͤdigten Feſtung, die aber nach dem Verluſt eini⸗ ger Außenwerke immer noch haltbar geblieben iſt. Preußen dagegen war gleichſam von einem Erdbeben ver wuͤſtet und veroͤdet worden. Eine furchtbare Er⸗ ploſion hatte ſeine Bollwerke, ſeine Burgen in Schutt gelegt.
Der ſo auffallende Unterſchied in dem Schickſale zweier Staaten, die ſich als Nebenbuhler ſo oft be⸗ kaͤmpft hatten, iſt leicht zu erklaͤren.
Der oͤſterreichiſche Kaiſerſtaat iſt ein Verein von Koͤnigreichen und Fuͤrſtenthuͤmern, die ſchon laͤngſt demſelben Hauſe unterworfen und mit angeſtammter


