ließ, ſeinen Ruf in etwas verloren hatte. Er war 72 Jahre alt, und ſoll den Eigenſinn des Alters mit an⸗ dern Schwaͤchen deſſelben verbunden haben. Er theilte ſich ungerne mit und war keinem der andern Generale, außer Moͤllendorf, zugaͤnglich, wodurch Verwirrung und Uneinigkeit in dem preußiſchen Lager entſtand und die Armee ihrem Fuͤhrer abgeneigt wurde.
Der Operationsplan dieſes ungluͤcklichen Prinzen war, wie es ſcheint, ſehr unrichtig gedacht, und zwar um ſo mehr, als er demſelben Tadel, wie der von Oeſterreich in dem letzten Kriege befolgte Plan unter⸗ negt. Da Preußen nicht auf den Vortheil der Ueber⸗ macht rechnen konnte, ſo haͤtte es zoͤgern und die Un⸗
terhandlungen bis zur Ankunft der Ruſſen verlaͤngern
ſollen. Statt deſſen beſchloß man, nach Franken vor⸗ zubrechen und die preußiſche Armee der ganzen Macht Frankreichs, die den Kaiſer an ihrer Spitze hatte, ent⸗ gegenzuſtellen.
Die Preußen wurden zu dieſem Fehler ungefaͤhr durch dieſelben Motive verleitet, welche die Oeſterrei⸗ cher beſtimmt hatten, bis an die Iller vorzuruͤcken. Sachſen war in dem gegenwaͤrtigen Feldzuge, wie Baiern in dem vorigen, g geneigt, neutral zu bleiben, und durch das raſche Vorruͤcken der preußiſchen Ar⸗ meen ſollte der Kurfuͤrſt genoͤthigt werden, mit ihnen gemeinſchaftliche Sache zu machen. Dies geſchah auch, und der Souverain von Sachſen vereinigte, wiewohl boͤchſt ungerne, ſeine Streitkraͤfte mit dem linken Fln⸗
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