Teil eines Werkes 
49. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 15. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
Einzelbild herunterladen

75

ſer durch das Beiſpiel des Rheinbundes ſanctionirten Maßregel nichts unmittelbar in den Weg legte, wuß⸗ te er doch den Entwurf in ſeinen Einzelnheiten ſo zu beengen, daß das Ganze ſeine Bedeutung verlor. Seine Miniſter erklarten, Napoleon wuͤrde die Han⸗ ſeſtaͤdre unter ſeinen unmittelbaren Schutz nehmen, der weiſe Beherrſcher von Sachſen bezeige keine Luſt, ein Mitglied des vorgeſchlagenen Bundes zu werden, und Frankreich werde nie zugeben, daß man irgend einen Fuͤrſten zu einem ſolchen Schritt zwinge. End⸗ lich ward auch der Landgraf von Heſſen⸗Kaſſel, auf deſſen Beitritt zu dem noͤrdlichen Bund man gerech⸗ net hatte, zengeladen, ſich an den Rheinbund anzu⸗ ſchließen, ſtatt an den, der unter dem Protektorat von Preußen erſt noch zu Stande kommen ſollte. Die⸗ ſer Fuͤrſt, unſchluͤſſig, mit welcher von dieſen maͤchti⸗ gen Nationen er ſich verbinden ſollte, blieb aber un⸗ geachtet der Aufforderung Frankreichs neutral, und zog ſich dadurch den Unwillen Napoleon's zu, der ihn ſpaͤter ſtrenge dafuͤr buͤßen ließ.

Durch ſolche Einſprachen und Stoͤrungen ſetzte Napoleon Preußen in die Unmöoͤglichkeit, jene Truͤm⸗ mer des deutſchen Reichs, auf die es zufolge ſeiner geographiſchen Lage und ſeiner Militaͤrmacht einen Einfluß uͤben konnte, in ein Bundesſyſtem zu verei⸗ nigen. Die Ueberzeugung, von Frankreich uͤberliſtet worden zu ſeyn, weckte in dem preußiſchen Kabinet

ein Gefuͤhl von Verdruß und Unwillen, das mit den