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zu beſtreiten. Sie war der franzoͤſiſchen Revolutien durch alle ihre Wechſel hindurch gefolgt, und unter
ihrer damaligen Verfaſſung ſtand ein Großpenſionair⸗
der allein das Recht hatte, Geſetze vorzuſchlagen, und fuͤr keinen ſeiner Verwaltungsakte verantwortlich war, gleich dem erſten Konſul der franzoͤſiſchen Regierung, an der Spitze des Staats. Dieſer Amtstraͤger ſollte nun den Namen eines Koͤnigs annehmen, wie ſein Muſterbild den eines Kaiſers; aber der Koͤnig ward
aus der Familie Napoleon's gewaͤhlt.
Am 18. März 1806 langte der Sekretaͤr der hol⸗ laͤndiſchen Geſandtſchaft in Paris mit einem geheimen Auftrag im Haag an. Die Staͤnde werden zuſam⸗ menberufen— der Großpenſionair wurde befragt— und endlich gieng eine Deputation nach Paris ab, mit der Bitte, den Prinzen Ludwig Napoleon zum erb⸗ lichen Koͤnig von Holland zu waͤhlen, Napoleon's Einwilligung wurde gnaͤdig ertheilt, und damit war
die Sache abgethan.
Es iſt in der That wahrſcheinlich, daß die Hol⸗ laͤnder, ungeachtet dieſer Wechſel ihren Gewohnheiten und Meinungen in jeder Hinſicht widerſprach, ſich in denſelben fuͤgten, weil ſie von den Streitigkeiten und Faktionen befreit zu werden hofften, welche damals
ihre Regierung theilten. Ludwig Buonaparte beſaß
einen ebenſo liebenswuͤrdigen als milden Charakter. Unabhaͤngig von ſeiner nahen Verwandtſchaft mit Na⸗
poleon, war er mit Hortenſia vermaͤhlt, der Tochter


