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von dem Einfluſſe der Koͤnigin beherrſcht, war die Politik Neapels ſtets falſch und veraͤnderlich geweſen. Mehr als einmal aus der Gefahr einer Entthronung entgangen, hatte der Koͤnig oder ſeine Gemahlin nie eine Gelegenheit verſaͤumt, die Waffen gegen Frauk⸗ reich zu ergreifen, vielleicht in der Ueberzeugung, daß ihr Untergang von Napoleon bereits beſchloſſen ſey und nur aus politiſchen Ruͤckſichten einſtweilen noch
aufgeſchoben werde. Die letzte Einſchreitung zu ihren
Gunſten war von Kaiſer Paul geſchehen. Nach dieſer Periode wurden ihre italieniſchen Siaaten, wie wir geſehen haben, von franzoͤſiſchen Truppen beſetzt, wel⸗ che Otranto und andere Plaͤtze in Calabrien angeblich als Unterpfaͤnder der Zuruͤckgabe von Malta in Ver⸗ wahrung behielten. 3
Als aber im Jahre 1805 der Krieg wieder aus⸗ brach, ward am 24ſten September zu Paris eine Con⸗ vention mit dem Koͤnig von Neapel geſchloſſen und am gten Oktober von dieſem unterzeichnet, kraft wel⸗ cher Frankreich ſeine Beſatzungen aus den neapolita⸗ niſchen Plaͤtzen zuruͤckziehen, der Koͤnig aber eine ſtrenge Reutralitaͤt beobachten ſollte. Keiner von bei⸗ den Theilen meinte es ganz redlich. Die von St. Cyr befehligten franzoͤſiſchen Truppen wurden, wie
auir geſehen haben, aus Neapel zur Verſtaͤrkung von
Maſeena bei Eroͤffnung des Feldzugs abberufen, und wuͤrden wahrſcheinlich, ſobald man ihrer nicht mehr bedurfte, wieder dahin zuruͤckgekehrt ſeyn. Der Hof


