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49. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 15. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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das Benehmen ihres jungen Kaiſers und die ihm von Buonaparte bewieſene Auszeichnung machten ei⸗ nen aͤußerſt guͤnſtigen Eindruck auf Europa.

Der ſeinem Schickſale uͤberlaſſene oͤſterreichiſche Monarch erlangte von Buonaparte einen Waffenſtill⸗ ſtand, wofuͤr er ſich zu einer militaͤriſchen Contribu⸗ tion von hundert Millionen Franken verſtand, die in den von den Franzoſen beſetzten oͤſterreichiſchen Pro⸗ vinzen erhoben werden ſollten. Der Waffenſtillſtand ſollte ſo lange dauern, bis Talleyrand einerſeits, und Furſt Johann Lichtenſtein andererſeits die Friedens⸗ bedingungen in Ordnung gebracht haben wuͤrden, Napoleon ermangelte nicht, den oͤſterreichiſchen Unter⸗ haͤndler in ſeinen Bulletins bis in den Himmel zu erheben, und legte deßhalb auch dem Kaiſer Franz die Frage in den Mund:Wie kommt es denn, daß, da es in Oeſterreich Maͤnner von ſo ausgezeich⸗ neten Talenten gibt, die Angelegenheiten meines Ka⸗ binets gleichwohl von Narren und Schurken beſorgt werden? In Beziehung auf dieſe Frage, wenn ſie, woran wir zweifeln, wirklich von Kaiſer Franz geſtellt worden iſt, begnuͤgen wir uns, zu bemerken, daß dieſelbe nur von ihm ſelbſt beantwortet werden konnte.

Das dem Faͤrſten Johann von Lichtenſtein gezoll⸗ te Lob ſollte daß Publikum zu Gunſten eines von ei⸗ nem ſo faͤhigen Manne unterhandelten Friedensver⸗ trags ſtimmen. Dagegen ward er von ſeinen Lands⸗

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