Teil eines Werkes 
49. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 15. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
Einzelbild herunterladen

6

der einzige Palaſt, den er ſchon zwei Monate bewoh⸗ ne, erwiederte Franz laͤchelnd:Dann haben Sie Ihre Reſidenz ſo gut benuͤtzt, daß Sie damit zufrie⸗ den ſeyn koͤnnen.

Der Kaiſer von Oeſterreich, der ſich auf mehr oder weniger ſtrenge Bedingungen gefaßt gemacht hat⸗ te, trug ſeinerſeits zunaͤchſt auf eine Forderung an, zu welcher ſich Alerander nicht in Perſon herabgelaſ⸗ ſen haben wuͤrde den freien Ruͤckzug der Ruſſen in ihr Land.

Die ruſſiſche Armee iſt umringt, ſagte Napo⸗ leon;nicht ein Mann kann mir entgehen. Aber ich wuͤnſche dem Kaiſer gefaͤllig zu ſeyn, und will den

Marſch meiner Kolonnen einſtellen, wenn Sie mir

verſprechen, daß die Ruſſen Deutſchland und den oͤſterreichiſchen und preußiſchen Theil von Polen raͤu⸗ men werden. Es iſt dies die Abſicht des Kaiſers Alexander. Dieſe Uebereinkunft ward durch Savary dem ruß⸗ ſiſchen Kaiſer berichtet, der ſich dazu verſtand, in ge⸗ woͤhnlichen Tagmaͤrſchen mit ſeiner Armee nach Nuß⸗ land zuruͤckzufehren. Von dem Kaiſer Alexander ward keine andere Burgſchaft verlangt, als ſein Wort; und die Ehrerbietigkeit, mit der ſeiner in den Bulle⸗ ins erwaͤhnt wurde, zeigte, wie ſehr es Napoleon wuͤnſchen mochte, mit dieſem maͤchtigen und muth⸗ vollen jungen Monarchen ein gutes Einverſtaͤndniß herbeizufuͤhren. Auf der andern Seite ermangelte