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von Deſterreich noch immer hoffte, beſiegt werden, wenn der Zweck des Kriegs erreicht werden ſollte. Die au geloͤsten und zerſtreuten Sruͤmmer der oͤſterreichi⸗ ſchen Armee hatten ſich von verſchiedenen Seiten her um die noch unperletzte ruſſiſche Armee verſammelt, und obgleich dieſe von Bruͤnn nach Olmutz zuruͤckging, ſo geſchah es einzig in der Abſicht, ſich mit Burhoͤw⸗ den zu vereinigen, ehe man eine Hauptſchlacht wagen wollte.
Inzwiſchen folgte ihnen die franzoͤſiſche Armer auf dem Fuße nach Maͤhren und ſchlug ſich in eini⸗ gen Gefechten, in deuen ſie ſich zwar den Sieg zuſchrieb, die aber doch ſo hartuzckig waren, daß Napoleon wohl einſah, er habe es mit einem Feinde zu thun, der weit entſchloſſener war, als die Oeſterreicher, auf die er zuerſt getroffen. Er beſchloß demnach, zu warten, bis er durch ſeine geſchickten Combinationen die groͤßt⸗ moͤgliche Maſſe von Streitkraͤften zuſammengebracht haben würde, um ſich dadurch eines Sieges zu ver⸗ ſichern, deſſen er zu ſeiner eigenen Rettung nicht ent⸗ behren konnte.
Um eben dieſe Zeit hatte das Gluck den Franzo⸗ ſen in Italien und im Tyrol wie in Deutſchland ge⸗ lächelt. Man wird ſich erinnern, daß Erzherzog Karl in den e ſgenannten Lande eine Armee, die ſich, mit Ausſchluß der Garniſonen, auf funfundſiebenzig⸗ bis achtzigtauſend Mann belief, gegen die bedeutend ſtaͤr⸗
kere Armee von Maſſena befehligte. Der Erzherzog


