109 und durch Heſſen zog, ſchien ſich mit der Hauptarmee, die bereits den Rhein auf allen Punkten erreicht hatte, vereinigen zu wollen. Aller bald war ſeine eigentliche Beſtimmung entſchieden, als ſich Bernabotte links wendete, am Main hinaufzog und in Wuͤrzburg eine Vereinigung mit dem Kurfuͤrſten von Baiern dewerk⸗ ſtelligte, der ſich mit den Truppen, die ihm nach Franken gefolgt waren, ſogleich fuͤr die franzoͤſiſche Sache erklaͤrte.
Der Kurfuͤrſt von Wuͤrtemberg und der Großher⸗ zog von Baden beobachteten dieſelbe Politik, und ſo hatte Oeſterreich dieſelben deutſchen Fuͤrſten gegen ſich aufgerufen, die ein gemaͤßigtes Benehmen gegen Baiern vielleicht neutraliſirt haben wuͤrde, in ſofern Frankreich bei der Eroͤffnung des Kampfes kaum ſtark genug war, dieſelben unter ſeine Fahnen zu noͤthigen. Die andern fuͤnf Kolonnen der franzoͤſiſchen Armee gingen unter Ney, Soult, Davoust, Van⸗ damme und Marmont auf verſchiedenen Punkten uͤber den Rhein und ruͤckten, die Stellung Mach's rechts laſſend, in Deutſchland vor waͤhrend Murat, der bei Kehl uͤber den Rhein ging, ſich dem Schwarzwalde naͤherte und ſolchergeſtalt manoͤvrirte, daß Mack glau⸗ ben mußte, der Hauptangriff werde von daher erfol⸗ gen. Aber die Richtung der uͤbrigen Armeekorps zeigte, daß es die Abſicht des franzoͤſiſchen Kaiſers ſey, den rechten Fluͤgel der Oeſterreicher zu umgehen und hiebei dem linken oder nordlichen Ufer der Donau


