Teil eines Werkes 
48. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 14. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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ſeyn, was eine tolle Regierung unternehmen kann, fuhr dieſer vollguͤltige Richter uͤber Alles, was zur See verſucht werden kann, fort;aber bei den Mitteln, die zu meiner Verfuͤgung geſtellt ſind, halte ich eine ſolche Unternehmung fuͤr unausfuͤhrbar.

Buonaparte ſelhſt beharrte auf der Behauptung, daß es ihm mit der Landung ein Ernſt ſey, und daß ſich die Sache leicht bewerkſtelligen laſſe. Indeſſen ſprach er zuletzt nicht mehr davon, die Sache mit den kleinen Fahrzeugen und Kanonenboͤten durchſetzen zu wollen, da zufolge des Beſtandes der beiderſeitigen Flotten die Wahrſcheinlichkeit des Gelingens nur ein Zehntel betrug, wie er ſelbſt ſich gegen Lord Whitworth geaͤußert hatte. Lange Zeit nachher ſprach er mit Ge⸗ ringſchaͤtzung von den urſachen, durch die er beſtimmt worden ſey, ſein Invaſionsprojekt nicht ins Werk zu ſetzen*); wenn er ſich aber ausfuͤhrlicher auf dieſen Gegenſtand einließ, ſo zeigte er deutlich, daß der ganze Invaſionsplan auf eine Flotte baſirt war, die ihm auf einige Zeit das Uebergewicht im Kanal verſchaffen ſollte. Fuͤnfzig Kriegsſchiffe waren beſtimmt, aus den franzoͤſiſchen und ſpaniſchen Haͤfen auszulaufen, ſich bei Martinique zu vereinigen, und von da in den Kanal zuruͤckzukehren, um die Flottille, auf der ſich

*) Nach Las Caſes(in dem zten Abſchnitte des 2ten Theils) mit folgenden Worten:Wenn nicht unbedeutende Hinderniſſe meine Expedition von Boulygne vereitelt haͤtten, was wuͤrde

England jetzt ſeyn?