Teil eines Werkes 
42. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 13 Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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123 that, was in ihren Kraͤften ſtand, um der andern recht wehe zu thun. d 22, S Msan

England, zufolge ſeiner Ueberlegenheit zur See im Beſiz der gewaltigſten Angriffsmittel, nahm ſeine Maßregeln mit einer den umſtaͤnden angemeſſenen Entſchloſſenheit. Es wurden ungeſaͤumt die noͤthigen Befehle ausgefertigt, um die Uebergabe derjenigen Kolonien, die in Gemaͤßheit des Friedens von Amiens abgetreten werden ſollten, zu verhindern, und um durch einen Handſtreich diejenigen Niederlaſſungen, die ſich bereits im Beſiz der Franzoſen befanden, wieder zu nehmen. Frankreich dagegen, das mit glei⸗ cher Uebermacht auf dem Lande gebot, verſammelte auf ſeiner ausgedehnten Seekuͤſte zahlreiche Armeen, um, wie es ſchien, aus der ſchon fruͤher angedrohten Invaſion Ernſt zu machen. Buonaparte beſezte zu gleicher Zeir ohne weitere Umſtaͤnde das Gebiet von Neapel, Holland und andern Staaten, die England nicht ohne die groͤßten Beſorgniſſe in ſeinen Haͤnden ſehen konnte, damit erfuͤllt wuͤrde, was Talleyrand in ſeiner beruͤhmten Note bereits angedeutet hatte.

Napoleon begnuͤgte ſich aber nicht damit, die ge⸗ woͤhnlichen Kriegsruͤſtungen auf das Aeußerſte zu trei⸗ ben; er ging noch weiter, um die ſeltſamſten und unge⸗ woͤhnlichen Repreſſalien zu uͤben, von denen das Kriegs⸗ recht der civiliſirten Nationen bisher nichts wußte, ein⸗ zig um ſeine Racheluſt zu befriedigen und die ohnehin ſchon ſo zahlreichen Uebel des Krieges noch zu vermehren.