Teil eines Werkes 
42. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 13 Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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ten alſo durchaus an keine Verſchwoͤrung und er⸗ blickten das Land gleichſam in einer Lage, wo es, wie ein verwundeter Krieger ſeine Waffen, einſt⸗ weilen ſeine Anſpruͤche fahren laſſen mußte; ſie hoff⸗ ten aber, daß Frankreich, erſtarkt und ermuthigt durch die Ruhe, dereinſt mit beſſerem Erfolg auf ſeiner Befreiung von einem militaͤriſchen Joche be⸗ ſtehen werde. Einſtweilen hielten ſie es fuͤr Pflicht, unter Bezeigung der groͤßten Achtung gegen die Re⸗ glerung und gegen den erſten Konſul das Ober⸗ haupt derſelben, den oͤffentlichen Geiſt zu beleben und, ſo weit es anging, den Eingriffen des Herr⸗ ſchers zu widerſtehen. Es ward ihnen aber nicht lange vergoͤnnt, den rechten Weg, den ſie mit ſo vieler Beſonnenheit eingeſchlagen hatten, zu ver⸗ folgen; gewiß iſt es indeſſen, daß die politiſchen Debatten in Frankreich nie auf eine ſo anſtaͤndige und wuͤrdige Weiſe gefuͤhrt worden ſind. Die Op⸗ poſitklon wie man ſie nennen kann hatte gegen das lebenslaͤngliche Konſulat von Buonagparte nichts eingewendet, entweder um den Schein zu vermeiden, als wollten ſie ihn perſoͤnlich beleidigen, oder aus Furcht, nicht gehoͤrig unterſtuͤzt zu werden, und in der Ueberzeugung, daß bei dem Streben nach einem doch nicht erreichbaren Ziele nichts Erſprießliches her⸗ auskommen wuͤrde; die Errichtung der Ehrenlegion dagegen bot ihnen eine günſtigere Gelegenheit dar, ihre Widerſpruchstaktik zu verſuchen. 8..