tiſche vertheilt wurden, und die eurvpaͤiſchen Maͤchte nach der Theil ung von Polen jezt zum zweiten Mal den Skandal ſahen, wie freigeborne Menſchen, ohne die mindeſte Ruͤckſicht auf ihre Wuͤnſche, Neigungen und Gewohnheiten, wie eine Viehherde, dieſem oder
jenem Herrſcher zugewieſen wurden. Dieſe ſchlechte Nachahmung eines ſchlechten Beiſpiels war ein heil⸗
loſes Werk, durch welches jedes moraliſche Band
zwiſchen der Regierung und den Unterthanen geloͤst
und die baare Gewalt an die Stelle des Rechts und
eines gemuͤthlichen Verhaͤltniſſes geſezt wurde. Bei dieſer Uebertragung von Laͤndern und Gerechtſamen erhielt der Koͤnig von Preußen fuͤr das Herzogthum
Eleve und ſeine andern auf dem linken Rheinufer gelegenen und an Frankreich abgetretenen Beſitzun⸗
gen eine bedeutende Entſchaͤdigung, aus Ruͤckſicht fuͤr die großen Dienſte, die er den Franzoſen in ih⸗
ren lezten blutigen Feldzuͤgen durch ſeine Neutrali⸗
taͤt geleiſtet hatte. Die kleineren Reichsfuͤrſten, be⸗
ſonders diejenigen auf dem rechten Rheinufer, wur⸗
den als Schuͤzlinge Frankreichs gleichfalls reichlich be⸗
dacht. Dagegen ward die Entſchaͤdigung Oeſterreichs,
deſſen hartnaͤckiger Widerſtand noch nicht vergeſſen,
und das uͤberhaupt noch zu maͤchtig und noch zu ſelbſt⸗
ſtaͤndig war, ſo viel wie moͤglich verkuͤmmert.
Der Zuwachs an Macht und Einfluß, und alle die Vortheile, welche Frankreich auf die angedeutete Weiſe erhielt, waren groͤßtentheils die Frucht geſchick⸗


