Teil eines Werkes 
42. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 13 Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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12.

kam, bemerkte er mit Wohlgefallen, daß die fruͤ⸗ here Ordnung der Dinge beinahe voͤllig wiedergekehrt war. Einer ſeiner Generale antwortete kuͤhn: Ja! Alles kehrt zuruͤck nur nicht die zwei Mil⸗ lionen Franzoſen, die fuͤr die Aechtung des Syſtems, das nun wieder eingefuͤhrt wird, geſtorben ſind!

Man ſagt, Buonaparte habe, als er den Pabſt und die Geiſtlichkeit minder fuͤgſam, als er wuͤnſchte, gefunden, bereut, dieſen Schritt zu Wiedereinfuͤh⸗ rung des religioͤſen Kultus gethan zu haben, und dies den groͤßten Mißgriff ſeiner Regierung genannt. Allein ſolche Bemerkungen konnten ihm blos im Au⸗ genblick der Hitze und der Aufreitzung entſchluͤpft ſeyn. Er wußte zu gut, welchen Vortheil eine Re⸗ gierung von einem oͤffentlichen Kultus zieht, der ſie in ſeinem Rituale auerkennt; und auf St. Helena erkannte er zugleich den Nutzen ſeines Vertrags mit dem Pabſte als einer politiſchen Maßregel an, und bewies dabei, wie wenig er vom religioͤſen Ge⸗ ſichtsyunkte ausging.Ich war nie beſorgt wegen des Conkordats, ſagte er.SIch brauchte dies oder ein anderes Aequivalent. Haͤtte kein Pabſt exiſtirt, ſo mußte einer geſchaffen werden.

Der erſte Konſul trug demnach Sorge, ſich das Conkordat in vollem Maße zu Nutze zu machen, in⸗ dem er ſeinen Namen ſo viel wie moͤglich in den Katechismus einzufuͤhren ſuchte, welcher in andern Hinſichten der von Boſſuet entworfene war. Denn