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von ſich, das von Seiten des Pabſtes nur in einem Zuſtand von Zwang gemacht werden konnte. Sie erboten ſich, ihren Abſchied zu den Fuͤßen Sr. Hei⸗ ligkeit niederzulegen, ſobald ſie gewiß waͤren, daß über ihre Stellen eine regelmaͤßige kanoniſche Ver⸗ fuͤgung getroffen ſei; allein ſie erklaͤrten, daß ſie durch keinen freiwilligen Akt von ihrer Seite ihre Zuſtim⸗ mung zu der in dem Conkordate enthaltenen Verzicht⸗ leiſtung auf die Rechte der Kirche geben wuͤrden, und zogen Verbannung und Armuth jedem Amt vor, das ſie dadurch, daß ſie Vorrechte der Hierarchie Preis gaben, erhalten konnten. Dieſe Maßregeln vermehrten noch die Impopularitaͤt dieſes Conkor⸗ dats in den Augen der eifrigern Katholiken.
Andere dieſes Glaubens, obwohl ſie das neue Syſtem als ſehr unvollkommen erachteten, glaubten doch, daß es die Wirkung haͤtte, in Frankreich eini⸗ gen Sinn fuͤr die chriſtliche Religien zu bewahren, wofuͤr bei dem voͤlligen Aufhoͤren alles öͤffentlichen Gottesdienſtes ein gaͤnzliches Erſterben in den Ge⸗ muͤthern des heranwachſenden Geſchlechts zu befuͤrch⸗ ten war. Sie erinnerten ſich, daß, obwohl die Ju⸗ den in den Tagen Eßras Thraͤnen natuͤrlicher Be⸗ kuͤmmerniß vergoſſen, wenn ſie den Abſtand des zwei⸗ ten Tempels gegen den erſten verglichen, dennoch die Vorſehung deſſen Errichtung unter dem Schutz und der Genehmigung eines unglaͤubigen Bauherren geboten habe. Sie gaben zu, daß das Intereſſe,


