54 das Korvs von Ott oder auf das von Melas werfen und das eine oder das andere aufreiben, ehe noch beide ſich vereinigen konnten.
Damit eine ſolche Kataſtrophe verhuͤtet werde, erhielt Ott den Befehl, an den Teſino vorzuruͤcken, waͤhrend Melas nach Alexandria aufbrach, um mit ſeinem Generallleutenant wieder in Verbindung zu kommen. 3
Napoleon ſeinerſeits hielt es fuͤr ſeine dringendſte Aufgabe, Genug zu entſetzen, von deſſen Fall ihm immer noch keine Kunde geworden war. Er entſchloß ſich daher, den Uebergang uͤber den Po zu erzwin⸗ gen und auf die Oeſterreicher loszugehen, welche die Doͤrfer Caſteggio und Montebello ſtark beſetzt hatten. Es zeigte ſich nun, daß dieſe Truppen der groͤßere Theil derjenigen Armee waren, die er un⸗ ter Ott noch bei Genua glaubte, die ſich aber, zu⸗ folge des Befehls von Melas, weſtwaͤrts gezogen hatten.
General Lannes, der, wie gewoͤhnlich den Vor⸗ trab der Franzoſen fuͤhrte, wurde fruͤh am Morgen von dem uͤberlegenen Feinde angegriffen, gegen den
er nur mit vieler Muͤhe ſich behaupten konnte. Der
Boden war der oſterreichiſchen Reiterei guͤnſtig, und die Franzoſen vermochten kaum, den Angriff derſelben aus⸗ zuhalten, bis endlich Victor's Diviſion dem Vortrab zu Huͤlfe kam und den Sieg zur Entſcheidung brachte, ob gleich die Oeſterreicher ſehr hartnaͤckig fochten. Da
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