1³²
beſtehen, da jene um der Religion willen, dieſer we⸗ gen ſeiner Anhaͤnglichkeit an die Sache des Thrones, Habe und Gut verloren hatte. Es war ferner nicht in Abrede zu ſtellen, daß in der Armee das Vorur⸗ theil gegen die Bourbons die Vorliebe fuͤr die Repu⸗ blik uͤberlebt hatte, und daß, wenn auch die franzöſi⸗ ſchen Soldaten nicht ungerne eine Krone auf dem Haupte ihres Lieblingsgenerals ſehen mochten, ſie doch die Wiederherſtellung der Bourbons, die ſie ſo lange bekaͤmpft hatten, nicht gutheißen konnten.
Dieſe Einwendungen gegen die Wiedereinſetzung des alten Herrſcherſtammes waren ſchon an und fuͤr ſich, beſonders aber fuͤr Buonaparte, hoͤchſt bedeutend, der, falls die Bourbons verworfen wurden, hoſſen durfte, auf den Thron des ſo ſehr vergroͤßerten Frank⸗
reichs als unumſchraͤnkter Herrſcher erhoben zu wer⸗ den. Es unterliegt keinem Zweiſel, daß, wenn er die rechtmaͤßigen Anſpruͤche der Bourbons den ſeinigen, die nur auf Gewalt und auf einem gluͤcklichen Zufal⸗ le beruhten, vorgezogen haͤtte, er eine weit edlere, großmuͤthigere und uneigennuͤtzigere Rolle geſpielt ha⸗ ben wuͤrde, als durch Benutzung der Umſtaͤnde, um ſeine eigene Macht zu gruͤnden. Aus dem philoſophi⸗ ſchen Standpunkte betrachtet, wuͤrde eine ſolche Wahl
die weiſere und gluͤcklichere geweſen ſeyn. Allein nach der gewoͤhnlichen Anſicht der Dinge war die Verſu⸗
chung allerdings groß, und Buonaparte gewiſſermaſ⸗ ſen nicht ſo, wie mancher andere ſeiner Zeitgenoſſen⸗


