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40. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 11. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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Doch behielt das Syſtem, das jetzt angenommen wurde, noch einige ſchwache Aehnlichkeit mit dem von Sieyes vorgeſchlagenen. Es wurden drei Konſuln be⸗ liebt, wovon der erſte zu allen Staatsaͤmtern ernen⸗ nen und Uber alle oͤffentlichen Maßregeln entſcheiden, ſich auch uͤber Alles mit den beiden andern Konſuln berathen ſollte. Durch den erſten Konſul wurde die Verfaſſung Frankreichs auf das monarchiſche Prinzip zuruͤckgefuͤhrt; die beiden andern waren nur ein An⸗ haͤngſel, um einſtweilen die Republikaner zu beſchwich⸗ tigen, die auf einen ſolchen Ruͤckſchritt noch nicht ge⸗ faßt waren.

Man bot dem Abbé die Stelle eines ſolchen un⸗ tergeordneten Konſuls an; dieſer lehnte ſie aber ab,⸗ mit der Erklaͤrung, daß er ſich von den Staatsge⸗ ſchaͤften zuruͤckzuziehen wuͤnſche. Er mochte ſich aller⸗ dings ſehr gekraͤnkt fuͤhlen, als er ſah, daß er, nach⸗ dem die von ihm eingeleitete Verſchwoͤrung gelungen war, nur eine Nebenrolle zu ſpielen habe; er war jedoch nicht ſtolz genug, um eine Geldentſchaͤdigung auszuſchlagen. Buonaparte ließ ihm bei weitem den groͤßten Theil des Privatſchatzes, den die Erdirektoren aufgeſpart hatten. Dieſer ſoll ſich auf etwa ſechsmal⸗ hunderttauſend Franken belaufen haben, was Sieres einen Apfel fuͤr den Durſt nannte. Er erhielt auch die ſchoͤne Domaͤne Crosne, ſammt deren Zube⸗ hörden; und, um ihm das Geſchenk annehmlicher zu machen und zugleich ſeiner Zartheit zu ſchonen, ward

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