Als die Mitglieder des juͤngeren Rathes in dem ihnen angewieſenen Lokal die Arbeitsleute noch be⸗ ſchaͤftigt fanden, ſahen ſie ſich gewiſſermaßen in der⸗ ſelben Lage, wie einſt die konſtituirende Nationalver⸗ ſammlung zu der Zeit, da ſie ihre Zuflucht in dem Ballhauſe zu Verſailles geſucht hatte. Dieſe Erin⸗ nerung war ſehr geeignet, ſie in ihrem Entſchluſſe zu beſtaͤrken, und ſie betraten die Orangerie, als ſie endlich in dieſelbe zugelaſſen wurden, in keiner guten Stimmung gegen den Rath der Alten und Buona⸗ parte. Vergebens waren ihnen Vorſchlaͤge gemacht worden. Sie wuͤrden Buonaparte in das Direktori⸗ um befoͤrdert haben, wollten aber von keiner Veraͤn⸗ derung in der Verfaſſung des Jahres drei wiſſen.
Die Debatte dieſes Tages, des letzten, an wel⸗ chem die republikaniſche Partei in Frankreich ſich noch mit voller Freiheit ausſprechen durfte, ward am 19ten Brumaire, Nachmittags um 2 Uhr unter dem Vor⸗ ſitze von Lucian Buonaparte eroͤffnet. Gaudin, ein Mitglied von der gemaͤßigten Partei, brachte zuerſt die Wahl einer Kommiſſion von ſieben Mitaliedern in Vorſchlag, welche uͤber den Zuſtand der Republik berichten ſolle; er trug ferner darauf an, ſich mit dem Rathe der Alten in Korreſpondenz zu ſetzen, ward aber durch das Geſchrei und den Laͤrmen der Majoritaͤt unterbrochen.
„Die Verfaſſung! die Verfaſſung oder den Tod!“ erſcholl es von allen Seiten;„die Bajonette ſollen


