Teil eines Werkes 
40. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 11. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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Um den neuen Krieg mit Oeſterreich und Ruß⸗ land, den es durch ſeine Naubſucht und ſeinen Ueber⸗ muth veranlaßt hatte, fuͤhren zu koͤnnen, ſah ſich das Direktorium genoͤthigt, von den Reichen ein gezwun⸗ genes Anlehen zu ſordern, und eine Aushebung von 200,000 Mann zu verordnen. Durch die erſte dieſer Maßregeln brachte es die Eigenthuͤmer—, durch die zweite ſowohl die Reichen als die Armen gegen ſich auf. Waͤhrend der Schreckenszeit, wo die geringſte Weigerung, das leiſeſte Murren den Kopf koſtete, waren beide Maßregeln alterdings durchgeſetzt worden. Das Direktorium konnte aber nicht ſo ſummariſch verſahren. Um daher den allgemeinen Unwillen zu entwaffnen, und einem allgemeinen Aufſtande zuvor⸗ zukommen, mußte es ſich zu einer eben ſo harten als unpopulaͤren Maßregel entſchließen. Es iſt hier die Rede von dem Geſetze der Geißeln, nach welchem die ſchuldloſen Verwandten der Ausgewanderten oder Ro⸗ valiſten, von denen man glaubte, daß ſie die Waffen ergriffen hatten, ins Gefaͤngniß geworfen und fuͤr die Handlungen ihrer Anverwandten verantwortlich ge⸗ macht wurden. Dieſes ungerechte Geſetz fuͤllte die Gefängniſſe mit Weibern, Greiſen und Kindern,— den Schlachtopfern einer Regierung, die, weil ſie nicht ſtark genug war, den Aufſtand durch bare Ge⸗ walt zu unterdruͤcken, die Folgen ihrer Schwaͤche, das Alter, die Kindheit und das huͤlfloſe weibliche Ge⸗ ſchlecht fuͤhlen ließ.