Teil eines Werkes 
39. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 10. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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140 eakter der Handlung, als auf die Wirkung geſehen zu haben, die ſie auf ſeine Kombinationen haben konnte.

Seine Armee war nur ſchwach; er mußte ſeinen zahl⸗

reichen Feinden Schrecken einjagen, und die angenom⸗ mene Maßregel ſchien geeignet, einen tiefen Eindruck auf alle zu machen, die davon hoͤren wuͤrden. Es ließ ſich noch uͤberdieß vorausſehen, daß dieſe Lenute un⸗ mittelbar nach ihrer Freilaſſung ſich wieder mit ſeinen Feinden vereinigen wuͤrden. Er hatte ihren Muth kennen gelernt; ſie bloß zu entwaffen waͤre vergebliche

Muͤhe geweſen, da ſie ſich den Saͤbel, ihre National⸗

waffe, leicht wieder verſchaffen konnten. Sollten ſie kriegsgefangen bleiben, ſo mußte Napoleon ſtaͤrker ſeyn, als er war; auch waͤren dadurch ſeine Truppen in ih⸗ ren Bewegungen gehindeyt und aufgehalten, und ſeine Huͤlfsquellen ſchneller e hoͤpft worden. Jene Art von Nothwendigkeit, in der ſich die Menſchen zu befinden waͤhnen, wenn ſie den Anforderungen einer morali⸗ ſchen Pflicht einen Lieblingszweck nicht zum Opfer brin⸗ gen wollen, jene Nothwendigkeit, die weit fuͤglicher eine ſchwer zu beſiegende Verſuchung genannt werden koͤnnte, jene Nothwendigkeit endlich, die man die Tyrannenausflucht genannt hat, war daher die Urſache des Blutbades von Jaffa, und bleibt die einzige Recht⸗ fertigung deſſelben.

Es moͤchte ſcheinen, als habe der Himmel das Sie⸗ gel ſeiner Rache auf dieſe Blutthat gedruͤckt, denn um