136 der Soldaten uͤberlaſſen wurde, die, wie Buonaparte felbſt geſteht, ſich noch nie ſo graͤßlich gezeigt hatte.*) Das iſt die ſtrenge Regel des Kriegs, wird man ſa⸗ gen; und wenn dem ſo iſt, ſo werden die meiſten un⸗ ſerer Leſer dem Marſchall Montluc beiſtimmen, wenn er ſagt:„Wir Soldaten beduͤrfen in der That der „goͤttlichen Barmherzigkeit mehr, als andere Men⸗ „ſchen, da wir im Falle ſind, ſolche Grauſamkeit be⸗ „fehlen n mit anſehen zu muͤſſen.“ Die Graͤuel, die bei Erſtuͤrmung einer Stadt vorfallen, ſind jedoch nicht das Einzige, was hier in Betracht komn ire Buo⸗ naparte wird noch uͤberdies angeklagt, daß ſich eine hoͤchſt ungerechte und barbariſche That habe zu Schul⸗ den kommen laſſen. In Beziehung auf dieſen Punkt wollen wir zuerſt die Anklage ſelbſt, ohne alle Ueber⸗ treibung und Entſtellung, und hierauf Napoleon's ei⸗ gene Antwort anfuͤhren.:
Nach Erſtuͤrmung der Breſche fuhr ein Theil der Beſatzung, der von Buonaparte ſelbſt auf 1200 Mann, von Miot auf 2 bis 3000 Mann und von Andern noch hoͤher angeſchlagen wird, fort, ſich zu vertheidigen, zum Theil in den Moſcheen, zum Theil auch in einer Art von Zitadelle, bis er zuletzt, da keine Huͤlfe zu hoffen war, die Waffen ſtreckte, und, wie es ſchien, Pardon
erhielt. Die Aegyptier, die ſich unter dieſer Mannſchaft
*) Siebe ſeine Depeſche an das Direktorium über den ſyri⸗ ſchen Feldzug. 3
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