127 des Glaubens von Mekka, wovon Folgendes ein merk⸗ wuͤrdiges Beiſpiel iſt.
Beim Eintritt in das Grabgewoͤlbe der Pyramide von Cheops rief Buonaparte:„Ehre ſey Allah! es gibt „rkeinen Gott als Gott, und Muhammed iſt ſein Pro⸗ „„phet!“— ein Spruch, der an und fuͤr ſich ein Be⸗ kenntniß des Islamismus iſt..
„Du haſt wie der Gelehrteſte der Propheten ge⸗ ſprochen,“ ſagte der Mufti, der ihn begleitete.
„Ich kann befehlen, daß ein Feuerwagen vom Him⸗ „mel herabfahre,“ ſuhr der franzöͤſiſche General fort, nund kann ſeinen Lanf auf Erden leiten und lenken.“
„Du biſt der große Heerfuͤhrer, dem Muhammed „Gewalt und Sieg verleiht,“ ſagte der Mufti.
Napoleon ſchloß dieſes Geſpraͤch mit dem eben nicht recht dazu paſſenden vrientaliſchen Sprichworte: „Das Brod, deſſen ſich der Boͤſe mit Gewalt bemaͤch⸗ „itigt, ſoll in ſeinem Munde zu Staub werden.“
Obgleich der Mufti ſeine Rolle in der obigen Szene mit geziemendem Ernſte ſpielte, ſo uͤberſchaͤtzte doch Buonaparte ſein theatraliſches Talent, und ließ der Scharfſicht der Tuͤrken zu wenig Eerechtigkelt wiederfahren, wenn er glaubte, ſie wuͤrden durch ſeine vorgegebene Religionsveraͤnderung wirklich erbaut. Bei ihnen, wie bei uns, wird einer, der die Religion, in der er erzogen worden iſt, verlaͤugnet, wie ein Aus⸗ reißer angeſehen, der die Fahne ſeines Landes verlaͤßt; und obgleich man ſich die Dienſte des Einen wie des


