24 ner, und ein großer Theil der Bevoͤlkerung, der in großer Verpflichtung gegen erſtern war, und aus ſtren⸗ gen Katholiken beſtand, war bereit, ihn bei ſeiner Ver⸗ theidigung zu unterſtuͤtzen. Die Errichtung zweier italieniſcher Demokratien an dem Po ließen die Genue⸗ ſiſchen Revolntionaͤre glauben, daß es an der Zeit ſey, ihren eigenen Staat durch eine aͤhnliche Feuerprobe der Wiedergeburt gehen zu laſſen, ſie unterſuchten ihre Staͤrke, und kamen bei dem Doge ein, die Regierung, wie ſie jetzt beſtünde, aufzuheben, und dem Staate eine demokratiſche Verfaſſung zu geben.
Der Doge ging ſo weit auf ihr Geſuch ein, daß er eine Kommiſſion aus neun Perſonen, von denen fuͤnf plebeiſcher Herkunft waren, ernannte, um uͤber die Mittel, einen volksfreundlicheren Geiſt in die Verfaſ⸗ ſung des Staatess zu bringen, zu herathſchlagen und zu herſahten.
Die drei Oberinquiſitoren oder Senſoren des Staa⸗ tes, wie die jedesmaligen Haͤupter der Oligarchie ge⸗ nannt wurden, ſetzten dieſem demokratiſchen Eifer religioͤſen Fanatismus entgegen, ſie gebrauchten den Beichtſtuhl und die Kanzel als Mittel, die guten Ka⸗ tholiken vor der von den Morandiſten verlangten Neue⸗ rung zu warnen— ſetzten das heilige Sakrament aus, ſtellten Prozeſſionen und oͤffentliche Gebete an, als ob das Land von einer Landung von Algier bedroht waͤre.
Mitlerweile griffen die Morandiſten zu den Waf⸗ fen, ſteikten die franzoͤſiſchen Fahnen auf, und im


