liſche Frau fuͤr keinen der ehelichen Zuneigung gezie⸗ menden Ausdruck halten wuͤrde; es ſcheint jedoch außer Zweifel, daß die Zuneigung, welche dieſe Briefe aus⸗ ſprechen, vollkommen lauter war, an einer Stelle we⸗ nigſtens ſprach ſie ſich mit der galanteſten Ritterlichkeit
aus.—„Wurmſer ſoll die Thraͤnen, die er Sie ver⸗
gießen macht, theuer bezahlen!“
Es ergiebt ſich aus dieſem Briefwechſel, daß Joſe⸗ phine unter dem Schutze von Junot mit ihrem Ehe⸗ gemahl wieder zuſammenkam, als er von Paris zu⸗ rüͤckkehrte, nachdem er ſich ſeines Auftrags, dem Direktorium und den Vertretern des franzoͤſiſchen Vol⸗ kes, die Beaulieu abgenommenen Fahnen und Feld⸗ zeichen zu überliefern, entledigt hatte..
Im December 1796 war Joſephine in Genua, wo ſie mit aller erdenklichen uszeichnung von denen auf⸗ genommen wurde, welche in dieſem Staate der Sache der Franzoſen anhingen, und wo die Geſellſchaft zum Aergerniß der ſtrengen Katholiken auf einem von Monſieur de Serva gegebenen Balle bis ſpaͤt in den Freitag Morgens beiſammen blieb, ohne von der Ge⸗ genwart leines Rathsherrn Kenntniß zu nehmen, der einen Senatsbeſchluß zur würdigeren Feier des Feſt⸗ tags in der Taſche hatte, ihn aber nicht geltend zu machen wagte. Dieß waren jedoch wahrſcheinlich nur gelegentliche Beſuche; nach der Unterzeichnung des Traktats von Leoben, und waͤhrend der vielfachen
Unterhandlungen, die ſatt kanden, ehe er zu Staͤnde


