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117 nauf jeden Fall, ſich meiner ausgezeichneten Achtung „werſichert zu halten.“
Der Erzherzog haͤtte gerne einigen Nutzen aus dieſem Vorſchlage gezogen, naͤmlich einen Waffen⸗ ſtillſtand von nur fuͤnf Stunden, in denen er ſeine Vereinigung mit dem Korps von Kerpen, das aus dem Tyrol zum Beiſtande ſeines Obergenerals ge⸗ kommen und nur noch wenig entfernt war, haͤkte bewerkſtelligen koͤnnen. Allein Buonaparte huͤtete ſich, durch irgend ein ſolches unzeitiges Zugeſtaͤndniß ſich die Haͤnde binden zu laſſen; es gelang ihm nach ei⸗ nem hitzigen Gefechte, das wie gewoͤhnlich zum Vor⸗ theil der Franzoſen ausfiel, jene Vereinigung zu hintertreiben.
Bei Neumark und Unzmark fanden noch zwei Gefechte Statt, worin die oͤſterreichiſche Armee aber⸗ mals ſo litt, daß ſie ihren Ruͤckzug fortſetzen mußte. Und jetzt draug der franzoͤſiſche General auf der Hauptſtraße von Wien in Gebirgspaͤſſen und Eng⸗ niſſen vor, die er unter andern Umſtaͤnden haͤtte umgehen muͤſſen. Allein dieſe natuͤrlichen Hinder⸗ niſſe wurden nicht laͤnger zur Vertheidigung benutzt; Judenburg, die Hauptſtadt von Oberſteitermark, ward den Franzoſen ohne Schwertſtreich uͤberlaſſen, und bald darauf zog Napoleon ohne groͤßern Widerſtand zu finden, in Gratz, der Hauptſtadt von Unterſteier⸗ mark, ein. 3
Der Erzherzog gab fortan ſeine alte Kriegs⸗


