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hier mit 25000 Oeſterreichern, um Tyrol zu decken, waͤhrend Wurmſer an der Brenta hinabzog, die in derſelben Richtung wie die Etſch fließt, aber etwa dreißig italieniſche Meilen von derſelben entfernt iſt, ſo daß Wurmſer und ſein Generallieutenant ſich nicht gegenſeitig unterſtuͤtzen konnten. Auf Dayido⸗ wich nun wollte Buonaparte zuerſt ſeine Blitze ent⸗ laden.
Die Schlacht von Roveredo, am 4. September geſchlagen, war eine der ſchoͤnſten Waffenthaten die⸗ ſes groſſen Feldherrn. Ehe er ſich der Stadt naͤhern konnte, mußte eine ſeiner Diviſionen das ſtark ver⸗ ſchanzte Lager von Mori erſtuͤrmen, wo der Feind einen verzweifelten Widerſtand leiſtete. Eine andere griff die Oeſterreicher auf dem jenſeitigen Ufer der Etſch an(denn das Geſecht fand auf beiden Uſern Statt), bis endlich die Oeſterreicher unter ſtetem Gefechte zuruͤckwichen. Napoleon befahl dem Gene⸗ ral Dubois, mit dem erſten Huſaren⸗Regimente ein⸗ zuhauen; er that es, durchbrach die feindliche Linie, fank aber, von drei Kugeln toͤdtlich getroffen, nieder, unter den Worten:„Ich ſterbe fuͤr die Republik,—
laßt mich nur wiſſen, daß der Sieg unſer iſt.⸗⸗ Der Feind wurde auf ſeinem Nuͤckzuge durch
die Stadt Roveredo getrieben, unvermoͤgend, dieſe
zu behaupten. Dieſe ſo außerordentlich feſte Stel⸗
lung von Calliano ſchien aber den Fliehenden einen 3 1.


